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Tour de Kärnten und ÖM Strasse 2015

Eigentlich bin ich in letzter Zeit ziemlich „lazy“ geworden mit Rennberichten, v.a. weil sich auf Strava ohnehin zu jedem Rennen ein kurzes Update findet. Jetzt breche ich das Schweigen aber doch für ein kurzes Update über die letztwöchige Tour de Kärnten und die Österr. Meisterschaften der Amateure auf der Strasse an diesem Wochenende:

Tour de Kärnten

Ziel war eine intensive Woche als Vorbereitung auf die Rennen im Juni zu absolvieren, im Gesamtklassement so weit wie geht vorne mitzufahren und v.a. beim Eröffnungszeitfahren versuchen einen Etappensieg zu landen.

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Zieleinlauf Einzelzeitfahren. Gesamtsieg bei der 1. Etappe bedeutet Start bei der 2. Etappe im blauen Trikot des Gesamtführenden. Quelle: radsportfotos.at

Das Zeitfahren habe ich dann auch tatsächlich gewonnen mit einer meiner besten Zeitfahrleistungen ever. Schon am nächsten Tag kam aber der Rückschlag: Nach 30km Kollision mit Stefan Kirchmair, Speichenbruch und 10min Zeitverlust. Gesamtklassement somit dahin, genauso wie die Sonne, die sich die restliche Woche nicht mehr zeigte. Es war kalt und regnerisch und so war auch meine Laune. Ein Fluchtversuch auf der 3. Etappe ging nicht auf, kostete aber viel Kraft, die mir dann in der 4. Etappe fehlte. Beim Bergzeitfahren auf der 5. Etappe konnte ich immerhin noch den 1. Platz in der M40 Wertung herausfahren, bevor es dann auf der 6. Etappe ganz „over and out“ war.

Ich hatte mir scheinbar ein tiefes Loch gegraben. Nicht gut für die Moral, aber umso besser für den Trainingseffekt – so zumindest die Hoffnung. Also war der Plan die kommende Woche eher locker anzugehen und auf etwas Superkompensation bei der ÖM am Ende der Woche zu hoffen.

Links:
Homepage der Veranstaltung
Ergebnislisten: 1. / 2. / 3. / 4. / 5. / 6. / Gesamt

ÖM Strasse Amateure Amstetten

Nach Superkompensation hat es sich am Start zwar nicht angefühlt, aber ich bin immerhin tags davor meine beste 2min Leistung ever gefahren. So schlecht können die Beine also nicht sein, hoffte ich.

Wir waren als 9 köpfiges Team am Start und ich war als „Löcherstopfer“ und „Feldzusammenhalter“ mit der Freiheit in der zweiten Hälfte in eine Fluchtgruppe zu gehen, vorgesehen. Das Feld habe ich nach 30 Rennminuten Aufwärmphase (mit 311W NP) auch für 1h (mit 334W NP) lang zusammengehalten. Dann war ich am Ende und wollte mich eigentlich nicht mehr weiter über die immer wiederkehrenden selben Hügel – 9 Runden je 11,5km – mit Vollgas drüber quälen.

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Feld zusammenhalten über den Zielanstieg

Ein DNF war aber auch keine Option, also bin ich 45min (mit 271W NP) im Feld hinten dran gehangen. In der vorletzten Runde bekam ich wieder etwas Aufwind, arbeitete mich nach vorne um wieder etwas Führungsarbeit zu übernehmen und Teamkollegen Daniel abzulösen, der vorne immer noch brav rackerte. Als ich fast ganze vorne war fuhren wir gerade einen kurzen Anstieg hinauf. Ich hatte auf einmal einen gewaltigen Schwung, fuhr ganz nach vor, zwickte mich durch eine kleine Lücke an Daniel und einem anderen Fahrer vorbei und „verlängerte“ den Anstieg oben hinaus mit Vollgas. Sofort war eine Lücke da, die nur Zeitfahrspezialist Wolfgang Eibeck mit einem Zwischenspurt schliessen konnte. Daniel nahm raus und wir zwei waren weg.


Attacke in der vorletzten Runde

Ich wusste, dass das die Chance war. Mit Wolfi bin ich schon öfters geflohen. Das ist zwar immer sehr schmerzhaft – hinter ihm scheint es keinen Windschatten zu geben – aber dafür schnell.

Wie auch immer es ging, aber ich quetschte aus meinem Körper noch 350W NP auf den letzten 25min bzw. 15km heraus und überquerte als Zweiter nur ein paar Sekunden hinter dem neuen Staatsmeister Wolfgang Eibeck die Ziellinie, der mich am selben Anstieg an dem ich eine Runde davor unsere Flucht eingeleitet hatte, etwas distanzierte und seinen Vorsprung bis ins Ziel durchbrachte. Den Sprint des Feldes gewann Peter Pichler vor meinem Teamkollegen Bernhard Rehrl.

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Im Ziel. Zwar nicht Meister aber so knapp drann wie noch nie zuvor. 

Eigentlich ein Grund zum Feiern, allerdings war die Feierlaune im Team etwas getrübt. Teammitglied Adi Koppensteiner war schwer gestürzt, hatte sich Oberschenkelhals und Hüfte gebrochen und musste noch am selben Tag operiert werden. Einige von uns fuhren ins Krankenhaus, ich musste zur Siegerehrung und Dopingkontrolle – die NADA kontrollierte die Top3 der Master 1 und Amateurkategorie. Großes Feiern war daher nicht drinnen, aber das wird bestimmt noch nachgeholt. 😉

Links:
Fahrt auf Strava
Ergebnisliste
Fotos / Fotos (LRV Steiermark)

ÖM EZF & Zweiländer Radmarathon

Bin wieder einmal Rennen gefahren. Um langwierigen Berichte-Spam zu verhindern, gibt’s diesmal 2 in 1:

ÖM EZF Amateure – Erpfendorf

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(Foto: LRV Steiermark)

Wäre ich nicht schon in Tirol gewesen, hätte ich nicht daran teilgenommen. Da ich aber schon einmal dort war, habe ich mich auf den 20km langen, ebenen Hochgeschwindigkeitskurs im Tiroler Unterland geschmissen und für 26m:34s mein Bestes gegeben. Herausgekommen sind dabei 330W bzw. 45,9km/h Schnitt sowie der 9. Platz. Damit war ich zufrieden, v.a. weil die Abstände – mit Ausnahme zu Emanuel Nösig (1.) und Lukas Winter (2.) – recht knapp waren. Ausserdem war es mein schnellstes Zeitfahren bisher überhaupt. Nächstes Ziel: 47er Schnitt* 😉

*Dafür brauche ich rund 20W mehr oder eine entsprechend bessere Aerodynamik.

Links:
Ergebnisliste
Fahrt auf Strava.com
Fotos vom LRV Steiermark

Zweiländer Radmarathon

Und wieder einmal musste die Soboth für einen Leistungstest herhalten. Als ob es nicht’s einfacheres gäbe … Heuer, wie auch schon 2012, mit Start in Slowenien und daher traditionell mit starken slowenischen Fahrern besetzt, die mir allerdings großteils unbekannt waren.

Vom Start weg wollte niemand so richtig fahren, also habe ich das übernommen und die ersten 15min lang das Feld gezogen (300W, 38,5km/h). Danach fanden auch an paar andere Fahrer Lust am Tempo machen, allerdings war’s beim ersten kleinen Hügel schon wieder vorbei. Also noch einmal 5min gezogen (310W, 39km/h). Das hat für 10min die Motivation des Feldes wiederhergestellt, als dann Gegenwind aufkam war es aber wieder vorbei. Ich bin wieder vor und habe diesmal etwas stärker angedrückt, was offenbar dem 2., 3., 4. … dahinter etwas zu viel war. Es ging eine Lücke auf, die keiner füllen wollte. Bis zur Soboth waren es noch rund 10km. Ich änderte kurzerhand meinen Plan und entschied mich für den 60 Minuten Test anstatt nur der 40 Minuten auf die Soboth, mit dem Ziel für den Anstieg genügend Vorsprung herauszufahren, damit ich bis oben hin in meinem Tempo fahren konnte und oben raus erst die Besten (ich rechnete mit dem Ex-Amateurweltmeister Igor Kopse) aufschliessen würden und man von dort weg gemeinsam weiterfahren könnte.

Das ging soweit auch auf. 15min Anfahrt (323W) und 42min Aufstieg (317W), ergaben eine NP von 323W auf knapp 1h Fahrzeit. Am Beginn des Anstiegs hatte ich ca. 1:30 Vorsprung, oben war ich immer noch knapp vor Igor Kopse. Allerdings verwirrte mich ein Gourmetfein Wels Fahrer etwas, der 500m vor der Bergwertung zu mir aufschloss, mit Startnummer unterwegs war und das noch dazu recht zügig (und locker). Erst im Ziel erfuhr ich, dass es sich dabei um den 8. der diesjährigen Österreich Rundfahrt, Jure Golcer, gehandelt hat. Oben angekommen wartete ich auf Igor, auch der Gourmetfein Fahrer wartete und zu dritt gingen wir in die – mit einigen Gegenanstiegen gespickte – Abfahrt. Leider erst etwas zu späte erkannte ich, dass sich der Gourmetfein Fahrer aus dem aktiven Geschehen heraushalten und nur hinten nach rollen wollte (Anm.: Er tat das dann auch im Ziel und fuhr nicht über die Linie). Das ermöglichte 2 weiteren Fahrern von hinten aufzuschliessen. Geschlossen ging es die nächsten 50km bis zum finalen Anstieg auf den Schlossberg. Da ich auch im Flachstück viel Führungsarbeit leistete und sich das mit meinen KH Vorräten niemals ausgehen konnte, erwartete ich mir vom Schlussanstieg nichts (ausser dass mir alle davonfuhren). Dem war dann auch so. Immerhin einen Fahrer konnte ich danach noch einholen, bis ins Ziel mitziehen und zum 3. Platz verhelfen. Ich selbst wurde 4.

Links:
Homepage
Ergebnisliste (Noch nicht online)
Fahrt auf Strava
Rennverlauf auf Strava
Bericht 2013, 2012, 2010

Lavanttaler Radsporttage 2012


Spitzengruppe am Sonntag in Wolfsberg bei einer der 5 Zieldurchfahrten.
Rechts hinter mir Dany und hinter ihm der Vizemeister vom Vortag Andy Traxl

Das erste Doppelwochenende dieses Jahr mit der Österr. Meisterschaft der Amateure in St. Paul am Samstag und am Sonntag darauf einem Strassenrennen in Wolfsberg war geprägt von traumhaftem Wetter und „sinnloser“ Kraftverschwendung meinerseits.

ÖM St. Paul

Ein schwerer Kurs mit einem knackigen ca. 5min langen Anstieg, den es 7x zu bezwingen galt. Alle Favoriten am Start. Es war klar, dass es ein Ausscheidungsrennen werden würde. Das war’s dann auch. Von den über 100 Fahrern kamen nur 37 in die Wertung. Ich war da natürlich dabei, das war kein Problem, aber ich schaffte es – eher aus mangelnder Rennintelligenz, denn aus mangelnder Kraft – nicht in eine der beiden Fluchtgruppen und auch am Ende, dank einem letzten Anstieg in dem ich viel zu früh meine Kräfte verschossen habe, nicht unter die Top 10. Die Leistungsdaten zeigen schön, dass der letzte Anstieg eindeutig am uneffizientesten war. Viel geleistet (kj und Watt) und trotzdem eine schlechte Zeit.

Letztlich bin ich mit einer Gruppe – in der auch Teamkollege Daniel Wabnegg war – ins Ziel gerollt, die um die Plätze 8. – 20 gesprintet ist und wurde 19.. Der Staatsmeistertitel ging an Ewald Robeischl, der am Berg eindeutig am stärksten war.

Leistungsdaten (Power2Max):

Strassenrennen Wolfsberg

Eine Kopie vom Vortag. Diesmal war ich allerdings in der ca. 12 Mann Spitzengruppe, die ab der 2. Runde in Front lag und sich – u.a. weil ich mich zum Schluss aufgeopfert habe und die Gruppe auf der letzten Runde über den Berg und auch die letzten Kilometer ins Ziel zog – durchkam und sich den Sieg im Sprint ausmachte. Der logische Sieger war Markus Willinger. Dany wurde 7., ich rollte als 13. durch. Mit etwas sparsamerem Krafteinsatz wäre auch hier mehr möglich gewesen. Ich bin eben doch (oder Gott sei Dank?) mehr Spass als Platzierungsfahrer …

Links

Ergebnisliste St. Paul (ÖM Ergebnisliste – nur Österreicher)

Ergebnisliste Wolfsberg

Fotos vom Renntag in Wolfsberg auf Facebook (LRV Steiermark)