Kündigungsabteilung bei tele.ring „immer sehr beschäftigt“

Bei tele.ring zu kündigen ist offenbar keine einfache Sache. Vor allem scheint die Hotline darauf abgestimmt zu sein, die wechselwilligen Kunden ein bisschen zu verschaukeln. Folgendes ist mir heute passiert:

Wollte meine – bereits wegportierte – Nummer von tele.ring kündigen. Auf der tele.ring Webseite wird man auf eine Kündigunghotline verwiesen.

Dort angerufen, hebt zunächst 15 Minuten niemand ab.

Mein zweiter Anruf, wird dann nach knapp 10 Minuten beantwortet:

Hotline Mitarbeiter fragt nach Handynummer und Kennwort. Kennwort stimmt nicht mehr, aber die Führerschein Nummer reicht auch zur Authentifizierung. Dann schildere ich mein Anliegen – „will kündigen, da Nummer bereits wegportiert“.

Hotline Mitarbeiter: „Das können Sie leider nicht bei mir, dazu müssen Sie mit der Kündigungsabteilung Kontakt aufnehmen.“

Ich: „Aha und wie?“

Hotline: „Per Fax. Ich werde aber versuchen für Sie bei der Kündigungsabteilung vorzusprechen. Ich weiss aber nicht ob ich durchkomme, die sind immer sehr beschäftigt.

Ich: „Aha, d.h. ich soll in der Leitung bleiben und warten?“

Hotline: „Ja. Wenn ich mich wieder melde, dann bin ich nicht durchgekommen“.

… ca. 30sek Wartemusik …

Hotline: „Leider, bin nicht durchgekommen.“

Ich: „Warum habe ich nichts anderes erwartet? Auf Wiedersehen“

Real Life TV

Have you ever wanted to watch TV or films while exercising on your Fortius trainer? I’m using the method below, which is at almost no cost and works pretty well – at least for me.

Requirement:
Fortius software (does not work with new TTS software)
Windows 7 or Windows Vista Home Premium
TV-Tuner (e.g. USB DVB-T Stick) plugged into your  PC and Windows Media Center configured.

How it works:

  1. Start Fortius software, select a real life video and start the exercise.
  2. Launch Windows MediaCenter software in full screen mode (I do this by pressing the Media Center Button on my wireless keyboard or MCE remote).
  3. Go to Live-TV and select a TV channel or a recorded show. Start watching.
  4. Switch back to the Fortius Software by pressing „Alt-TAB“ on the keyboard.
  5. Done. You should now see the TV or recorded Video instead of the Real Life Video but have the overlays (e.g. Speed, Heart Rate, …) of the Fortius Software. By pressing up and down on the Fortius controller you can switch through the different views supported by the software. Unfortunately the TV picture does not resize, when you’re in „window“ mode (see screenshot below).

Some screenshots:

BeforeBefore

with TV (Full Screen)

with TVwith TV (Window)

last.fm auf österreichischem iPhone

Apple erlegt den iPhone Nutzern jede Menge Einschränkungen auf. Eine davon ist, dass im itunes Application Store nicht die gleichen Applikationen in jedem Land angeboten werden. Zusätzlich sind auch noch die Bewertungen und Rankings der Applikationen auf das jeweilige Land aus dem man kommt, abgestimmt. Für ein kleines Land wie Österreich heisst das, dass es zu vielen Applikationen gar keine Bewertung gibt bzw. nicht ausreichend viele vorhanden sind um daraus sinnvolle Schlüsse ziehen zu können.

Die Abhilfe ist einfach, ein US-itunes-Account muss her (zusätzlich zum Hauptaccount).

Und so geht’s:

  1. Am iPhone Einstellungen > Store > Abmelden auswählen.
  2. Application Store am Handy öffnen.
  3. Eine gratis Applikationen aussuchen und auf „Kostenlos“ und dann „Installieren“ klicken.
  4. Dann kommt die Abfrage ob man einen bestehenden Account verwenden will oder einen neuen Anlegen > „neuen Account anlegen“
  5. Am nächsten Screen auf „Store“ klicken und als Land „United States“ auswählen.
  6. AGBs lesen und mit „Agree“ 2x bestätigen.
  7. Anschliessend Registrierung ausfüllen (E-Mail, Passwort, …)
  8. Auf der 2. Seite der Registrierung im Feld Payment Service „None“ auswählen.
  9. Nach einer realen Adresse in den USA googlen (z.b. die Anschrift eines Hotels), diese bei den Adressfeldern einfügen und Registrierung abschliessen.
  10. Ist die Registrierung abgeschlossen, den E-Mail Client öffnen und den Link im Bestätigungsmail anklicken.
  11. Fertig. Nocheinmal in den App-Store gehen und US-Apps runterladen oder einfach nur Bewertungen lesen und Rankings anschauen. Über Einstellungen > Store kann man sich jederzeit wieder abmelden bzw. zwischen den Accounts wechseln.

Ich habe mir so die last.fm Applikation besorgt, die mit meinem last.fm Account wunderbar über WIFI und 3G funktioniert und ansich nur in DE, US & UK verfügbar ist. (Anmerkung: Ich bin zahlender last.fm Kunde. Andere Streaming Apps dürften aufgrund von IP-Restriktionen nicht gehen.)

(Screenshot ist nicht von meinem Handy)

Android (zu) Vielfalt

Derzeit scheint es in Mode zu sein neue Android Devices zu releasen. Praktisch jeder Hersteller hat welche angekündigt und in der Fachpresse wird fleissig diskutiert, wann Android dem iphone den Gar aus machen wird. Mehr und mehr Ressourcen fliessen in die Entwicklung von Android Applikationen, nachdem der iphone App Store immer voller wird und sich herausgestellt hat, dass iphone Apps für Entwickler doch keine Goldgrube sind.

Was dabei aber oft vergessen wird ist, dass durch die Vielfalt an neuen Geräten auch eine Vielfalt an komplett unterschiedlichen Hardware Spezifikationen auf den Markt kommt. Ist das iphone Ökosystem schon zunehmend fragmentiert – unterschiedliche OS Versionen (2.x, 3.x) mit unterschiedlichen Features je Version, 3 unterschiedliche Devices mit den gleichen Core-Features (Screensize, Touchscreen) aber unterschiedlichen Details (schnellerer Prozessor, Kompass, GPS …) – so wird Android bald in einer Vielfalt verfügbar sein, dass es dem immer wieder totgesagten, aber trotzdem weitverbreiteten Java/J2ME das Wasser reichen kann. Angefangen von simplen Dingen wie unterschiedlicher Screensize, Keyboard vs. Touch-only (einige mit multitouch, andere ohne) gibt es angekündigte Android Projekte, die ansich mit einem Mobiltelefon wenig zu tun haben (und damit auch nicht „always connected“ sind). E-Book Reader, Talets, Netbooks und ähnliches sind bereits angekündigt.

Ist es da noch möglich mit vertretbarem Aufwand auf optimale Usability getrimmte Applikationen entwicklen – etwas, das am Mobiltelefon wesentlich wichtiger ist als am Desktop-PC? Leidet darunter die Qualität von Android Applikationen? Wird es bei der Modellvielfalt überhaupt jemals möglich sein günstiger als fürs iPhone zu entwickeln bzw. welche Marktgrösse/Deviceanzahl ist notwendig damit es sich zu rechnen beginnt?

Die Auflistung der derzeit am Markt befindlichen und einiger angekündigter Devices und deren wesentlichste Eigenschaften:

  • HTC Dream / G1, 3,2″ (320×480), Slider Keyboard, Touchscreen, 2008
  • HTC Magic / G2, 3,2″ (320×480), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • HTC Hero / G2 Touch, 3,2″ (320 x 480), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Samsung Galaxy i7500, 3,2″ (320 x 480), Slider Keyboard, Touchscreen, 2009
  • HTC Tattoo, 2,8″ (240 x 320), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Motorola Milestone/Droid, 3,7″ (480 x 854), Slider Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Sony-Ericsson Xperia X10, 4″ (480 x 854), kein Keyboard, Touchscreen, 2010
  • Acer A1, 3,5″ (480 x 854), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Garmin nüvifone G60, 3,5″ (272 x 480), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • T-Mobile Pulse / Huawei, 3,2″ (320 x 480), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Motorola Dext, 3,1″ (320 x 480), Slider Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Samsung Moment, 3,2″ (320×480), Slider Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Samsung Galaxy Lite i5700, 3,2″ (320 x 480), kein Keyboard, Touchscreen, 2009
  • Dell mini i3, 3,5″ (360 x 640), kein Keyboard, Touchscreen, 2010 (?)

Bisher halten sich zumindest die wesentlichsten Eigenschaften noch in einem überschaubaren Rahmen. Frage ist wie lange das bestehen wird – v.a. wenn die Handyhersteller versuchen mit Android in die Domäne klassicher Feature-Phones (im „Riegelformat“) vorzudringen.

Ausserdem droht weiteres ungemach für Applikationsentwickler: Die grossen Handyhersteller und Mobilfunker versuchen sich in der Wertschöpfungskette stärker zu positionieren. Weswegen es Android Handies gibt, die mit angepasster Software (im speziellen Homescreen) und (sofern Google das nicht verhindern kann) netzbetreibereigenen App-Stores ausgeliefert werden.

Meine Einschätzung:

  • Android wird das bessere Symbian: Moderneres Betriebssystem mit modernem Touch und Brand, aktiver Entwicklercommunity und viel Schwung in der Vermarktung, aber auch vielen unterschiedlichen Geräten mit unterschiedlichen Spezifikationen.
  • Von vielen Nutzern verwendete Applikationen („grosse Applikationen“) wird es – mit entsprechend grossem Entwicklungs- & -testaufwand – für alle verfügbaren Modelle und OS Varianten in optimierter Version geben.
  • Kleine Applikationen (Fun Apps, Marketing Apps, …) in einer relativ simplen Version, die auf allen Devices funktioniert, aber nicht nicht für jedes einzelne Device optimiert ist. Ist für diese Apps auch kein grosses Problem, da sie im Regelfall onehin Handies nicht bis ans Limit ausreizen.
  • Spielehersteller haben’s schwieriger. Werden sich wohl auf die gängigsten Modelle fokussieren und diese voll ausreizen, während manche Modell gar nicht unterstützt werden.
  • Alles in allem ergibt sich längerfristig ein Ökosystem, das sich nicht sehr stark von Java/J2ME unterscheidet. Wesentlicher Unterschied bleibt allerdings, dass es die Nutzer gewohnt sein werden Applikationen zu installieren und zu verwenden und auch keine Angst mehr vor den damit verbundenen Kosten (für Datengebühren) haben werden. Etwas, das derzeit in manchen Ländern (z.B. Südafrika, Süd-Ost-Asien) auch bei Java/J2ME der Fall ist und wo derzeit schon zig Millionen Downloads jeden Monat generiert werden.
  • Einen App-Hype wie beim iphone wird es in der Form nicht mehr geben. Die early Adopters hatten alle schon ein iPhone. Somit sind Apps nichts neues mehr und auch nicht „blogenswürdig“. Für Applikationsentwickler wird’s aber gerade dann erst so recht interessant, wie man auch an den Wachtumsraten von GetJar/Java Downloads sehen kann.

Aller Anfang ist schwer

Daher als erster Eintrag einfach nur ein paar Zitate eines grossartigen Menschen, der mir – nicht wegen seiner Inhalte, sondern mehr wegen seines Aussehens – den Spitznamen „Mahatma“  eingebracht hat:

Der Schwache kann nicht verzeihen.
Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken.

Es gibt wichtigeres im Leben als beständig dessen
Geschwindigkeit zu erhöhen.

Freude liegt im Kampf, im Wagnis, in der Leidensbereitschaft,
nicht im Siegen.

Mahatma Gandhi, 1869 – 1948