Höhentraining – Teil 3

Wie in Teil 2 angekündigt, habe ich mittlerweile noch etwas mehr Erfahrungen mit dem intermittierenden Höhentraining gesammelt:

Unmittelbar auf die ersten Tests folgten noch 3 Wochen mit jeweils 2x L2-60-75min sowie 1x L4-4x8min in Hypoxie sowie je eine SST-60min und eine L5&L4-2x(2+8)min Einheit. Danach noch einmal die MAP Leistungstests in Normoxie und Hypoxie sowie der 375w-all-out Test.

160409 Hypoxietests
Die Ergebnisse der dritten Testreihe entsprechen den Erwartungen: Im All-Out Test gab es noch einmal eine Verbesserung, da nun auch die L5&L4 Einheiten spezifisch diesen Wattbereich trainiert haben. Unter reinen Hypoxiebedingungen ging es dafür weniger gut, weil insgesamt weniger in Hypoxie trainiert wurde.

In den letzten Wochen habe ich nun auch das umgekehrte Modell probiert: Die Frequenz der leichten Hypoxieeinheiten erhöht, dafür weniger intensive Einheiten unter Hypoxie absolviert. Auch wenn ich jetzt noch keine Tests gemacht habe, so fühlt es sich zumindest so an als ob dies unter Normoxie zu Leistungseinbußen gegenüber dem Modell zwischen Test #2 und #3 führt. Dafür sollte es in Hypoxie besser funktionieren.

Führt insgesamt zusätzlich zu den schon in Teil 2 gelisteten Erkenntnissen noch zu folgenden Erfahrungen:

  • Will man in Normoxie Verbesserungen herausholen, dann sollte man sich auf die intensiven Einheiten an bzw. über der Schwelle konzentrieren und kann sich weitere Hypoxieeinheiten sparen. Zur Eingewöhnung an das Atmen und den erhöhten Atemwiderstand mit der Maske macht es trotzdem Sinn einen Tag vor der intensiven Einheit eine lockere L1/2 – 60min Einheit unter Hypoxie zu absolvieren.
  • Will man sich in der Höhe verbessern, dann kann man dies vermutlich auch mit lockeren L1/2 – 60min Einheiten bzw. wie die klassischen IHT Protokolle überhaupt in Ruhe erreichen und muss sich nicht durch Intervalle quälen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Hypoxieeinheiten in Blöcken an aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden. Ähnlich wie dies das Altolab Protokoll vorsieht.

Soweit so gut. Nun gilt es noch zu überprüfen ob das Höhentraining auch ausserhalb des „Labors“ bei Rennen oder KOMs zu realen Leistungssteigerung führt …

Links:
Höhentraining – Teil 1
Höhentraining – Teil 2

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