Kategorie: Rennberichte

2/4 Duathlon Maissau 2015

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Wie geplant habe ich nach dem Duathlon in Parndorf am vergangenen Wochenende noch einen zweiten Duathlon absolviert. Eigentlich wollte ich den Mürzman Extrem Duathlon (10/100/20) angehen, habe mich dann aber doch aus Angst vor einer längeren Muskelverletzung durch Überlastung auf der 2. Laufstrecke, für den Sprintduathlon in Maissau (5/24/2,5) entschieden.

Bei Kaiserwetter ging es mit Vollgas auf die anspruchsvolle Strecke, die sowohl auf der 2,5km Laufrunde als auch der 12km Radrunde mit einigen Höhenmeter aufwarten konnte. Im Gegensatz zur Vorwoche orientierte ich mich diesmal nicht an meiner eigenen Pace, sondern versuchte das Lauftempo des Vorwochensiegers Stefan Wrzaczek mitzugehen. Ein Fehler. Nach der ersten von zwei Laufrunden musste ich abreissen lassen, konnte mich aber noch mit ~20s Rückstand als 6. zum Wechsel auf das Rad retten. In der endlos langen Wechselzone verlor ich weitere ~10-15s und im ersten Viertel der Radstrecke weitere ~15s. Ergab rund 45s Rückstand zur Hälfte der Radstrecke bei einer für mich enttäuschenden Wattleistung von nur knapp über 300W. Immerhin hatte ich bis dahin alle anderen Konkurrenten überholt und konnte mich darauf fokussieren den Vorsprung möglichst weit auszubauen. Stefan hatte vorne weg leichtes Spiel, konnte das Tempo etwas dosieren, sich für den Mürzman schonen (den er dann auch gewann!) und locker ins Ziel laufen. Ich holte immerhin noch bis auf 10s (Eingang Wechselzone) bzw. 20s (Ausgang Wechselzone) auf ihn auf, fuhr den schnellsten Bike Split aller Teilnehmer und schaffte mir einen 60s Polster auf den Dritten, Mr. Duathlon Karl Prungraber. In der Reihenfolge kamen wir dann auch ins Ziel. D.h. 2. Platz für mich, wieder mitten unter der Österr. Duathlonelite. 1. Platz M40 sowie Niederösterreichischer Landesmeister 2015 (Ich starte für einen NÖ Verein).

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#1 – 5k Lauf auf Strava
#2 – 24k Rad auf Strava
#3 – 2,5k Lauf auf Strava

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Endlos lange Wechselzone

Burgenland Duathlon Parndorf 2015

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Nach fast 9 monatiger Pause darf ich (endlich) wieder einen Rennbericht verfassen. Diesmal nicht von einem Radrennen sondern einem Duathlon. Über den Winter habe ich heuer absichtlich versucht zum Radfahren ausgleichend auch etwas mehr alternative Sportarten zu betreiben. Volleyball ist sich nicht so oft ausgegangen, Langlaufen – wegen der schlechten Schneelage – fast gar nicht, aber Laufen bin ich doch regelmässig 1-2 Mal pro Woche gegangen. Damit die Motivation dazu größer ist, habe ich mir schon frühzeitig das Ziel gesetzt im April 1-2 Duathlons zu versuchen. Neben der Kombination aus Laufen und Radfahren – zwei Sportarten, die mir eigentlich liegen sollten – hat mich vor allem auch das lange Zeitfahren gereizt, das es bei reinen Radrennen nur sehr selten gibt.

Da die Anzahl der Duathlons überschaubar ist, ist die Wahl sehr schnell auf den Kurzdistanzduathlon (10km Laufen/40km Rad/5km Laufen) in Parndorf gefallen. Dass die Veranstaltung auch zeitgleich Österreichische Meisterschaft Masters ist, habe ich erst 1,5 Wochen davor erfahren. Auch wenn die dafür notwendige Triathlon Lizenz buchstäblich erst um 5 vor 12 gelöst wurde und ich einige Leute (inkl. mir selbst) damit etwas gestresst habe, hat es letztlich die Motivation noch einmal gehoben und sich auch ausgezahlt, denn ich bin Österreichischer Meister Masters (Schnellster von allen Ü40 bzw. Meister in der Kategorie M40-45) geworden!

Zum Rennverlauf gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass ich es mir perfekt eingeteilt habe. Beim 10km Lauf (4 Runden je 2,5km) habe ich nicht zu schnell begonnen, dafür das Tempo konstant durchgehalten und mich so im immer langsamer werdenden Feld nach vorne gearbeitet. Dabei im Gegenwindbereich möglichst viel Windschatten gesucht und im Rückenwindbereich etwas mehr angedrückt. 34m:26s auf 10km war der Lohn.

Ähnlich dann die Radstrecke, die letztlich hauptsächlich ein Abrufen der Leistung aus den vielen SST Einheiten im Winter auf der Rolle war. Auf der relativ flachen, aber windigen 20km Runde, die es zwei Mal zu befahren galt, fuhr ich mit 310W (1. Runde) und 320W (2. Runde) einen perfekten “negativen Split”, konnte auf meine Masterskonkurrenten fast 5min herausfahren und auch sonst bis auf den späteren Sieger Stefan Wrzaczek und Georg Swoboda alle Konkurrenten überholen. 55m:40s, 315W (4,8W/kg).

Der abschliessende 5km Lauf war dann (Gott sei Dank) in 18m:30s nur mehr ein Sicherheitslauf um das “Ergebnis ins Ziel zu bringen”, da mir nach vorne fast eine Minute fehlte und nach hinten ein riesiges Loch zu den nächsten klaffte.  Ergibt insgesamt 1h:50m:35s und Platz 3.

Wieder einmal etwas neues ausprobiert und dabei einiges gelernt und erfahren. Wie überall gilt auch hier: Übung macht den Meister. Wollte ich mich weiter verbessern müsste ich schneller wechseln (ca. 15s pro Wechsel verloren) und mehr Laufen trainieren. Hm …

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10km Lauf auf Strava
40km Rad auf Strava
5km Lauf auf Strava

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ÖM EZF & Zweiländer Radmarathon

Bin wieder einmal Rennen gefahren. Um langwierigen Berichte-Spam zu verhindern, gibt’s diesmal 2 in 1:

ÖM EZF Amateure – Erpfendorf

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(Foto: LRV Steiermark)

Wäre ich nicht schon in Tirol gewesen, hätte ich nicht daran teilgenommen. Da ich aber schon einmal dort war, habe ich mich auf den 20km langen, ebenen Hochgeschwindigkeitskurs im Tiroler Unterland geschmissen und für 26m:34s mein Bestes gegeben. Herausgekommen sind dabei 330W bzw. 45,9km/h Schnitt sowie der 9. Platz. Damit war ich zufrieden, v.a. weil die Abstände – mit Ausnahme zu Emanuel Nösig (1.) und Lukas Winter (2.) – recht knapp waren. Ausserdem war es mein schnellstes Zeitfahren bisher überhaupt. Nächstes Ziel: 47er Schnitt* 😉

*Dafür brauche ich rund 20W mehr oder eine entsprechend bessere Aerodynamik.

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Fotos vom LRV Steiermark

Zweiländer Radmarathon

Und wieder einmal musste die Soboth für einen Leistungstest herhalten. Als ob es nicht’s einfacheres gäbe … Heuer, wie auch schon 2012, mit Start in Slowenien und daher traditionell mit starken slowenischen Fahrern besetzt, die mir allerdings großteils unbekannt waren.

Vom Start weg wollte niemand so richtig fahren, also habe ich das übernommen und die ersten 15min lang das Feld gezogen (300W, 38,5km/h). Danach fanden auch an paar andere Fahrer Lust am Tempo machen, allerdings war’s beim ersten kleinen Hügel schon wieder vorbei. Also noch einmal 5min gezogen (310W, 39km/h). Das hat für 10min die Motivation des Feldes wiederhergestellt, als dann Gegenwind aufkam war es aber wieder vorbei. Ich bin wieder vor und habe diesmal etwas stärker angedrückt, was offenbar dem 2., 3., 4. … dahinter etwas zu viel war. Es ging eine Lücke auf, die keiner füllen wollte. Bis zur Soboth waren es noch rund 10km. Ich änderte kurzerhand meinen Plan und entschied mich für den 60 Minuten Test anstatt nur der 40 Minuten auf die Soboth, mit dem Ziel für den Anstieg genügend Vorsprung herauszufahren, damit ich bis oben hin in meinem Tempo fahren konnte und oben raus erst die Besten (ich rechnete mit dem Ex-Amateurweltmeister Igor Kopse) aufschliessen würden und man von dort weg gemeinsam weiterfahren könnte.

Das ging soweit auch auf. 15min Anfahrt (323W) und 42min Aufstieg (317W), ergaben eine NP von 323W auf knapp 1h Fahrzeit. Am Beginn des Anstiegs hatte ich ca. 1:30 Vorsprung, oben war ich immer noch knapp vor Igor Kopse. Allerdings verwirrte mich ein Gourmetfein Wels Fahrer etwas, der 500m vor der Bergwertung zu mir aufschloss, mit Startnummer unterwegs war und das noch dazu recht zügig (und locker). Erst im Ziel erfuhr ich, dass es sich dabei um den 8. der diesjährigen Österreich Rundfahrt, Jure Golcer, gehandelt hat. Oben angekommen wartete ich auf Igor, auch der Gourmetfein Fahrer wartete und zu dritt gingen wir in die – mit einigen Gegenanstiegen gespickte – Abfahrt. Leider erst etwas zu späte erkannte ich, dass sich der Gourmetfein Fahrer aus dem aktiven Geschehen heraushalten und nur hinten nach rollen wollte (Anm.: Er tat das dann auch im Ziel und fuhr nicht über die Linie). Das ermöglichte 2 weiteren Fahrern von hinten aufzuschliessen. Geschlossen ging es die nächsten 50km bis zum finalen Anstieg auf den Schlossberg. Da ich auch im Flachstück viel Führungsarbeit leistete und sich das mit meinen KH Vorräten niemals ausgehen konnte, erwartete ich mir vom Schlussanstieg nichts (ausser dass mir alle davonfuhren). Dem war dann auch so. Immerhin einen Fahrer konnte ich danach noch einholen, bis ins Ziel mitziehen und zum 3. Platz verhelfen. Ich selbst wurde 4.

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Rennverlauf auf Strava
Bericht 2013, 2012, 2010

Charly Gaul TT & Granfondo 2014

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Das Wochenende in Trento war (ähnlich wie schon bei der WM im Vorjahr) ein Wahnsinn. War das Zeitfahren am Freitag zwar von den Leistungswerten nicht so berauschend (311W NP über 38min), auch nicht so gut eingeteilt wie erhofft (Bei der WM bin ich es zu schnell angegangen, das sollte diesmal nicht sein – ist aber doch wieder passiert nur dass ich den Anstieg diesmal bis nach oben durchziehen konnte und erst oben kaputt war und nicht schon mitten drinnen) und auch nicht so schnell wie geplant (mit 38m:12s um 14s langsamer als bei der WM), so war die Platzierung mit dem 3. Gesamtrang und dem Klassensieg in der Kategorie M40-45 ebenso wie das Wetter und die Fotos top.

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Beim Marathon am Sonntag durfte ich lediglich aus dem 5. Startblock (Startnummern >2000) in den 140km langen mit fast 4.000 Höhenmeter gespickten Kurs gehen in dem es 2x über den 18-20km Anstieg auf den Monte Bondone ging. Ich war von Anfang an auf ein langes (einsames) Zeitfahren eingestellt. Vom Start weg Vollgas mit einer neuen Wattbestleistung über 20min (5,3W/kg) ging es kreuz und quer an hunderten Radlern durch die verstopfte Strasse den ersten Anstieg hinauf. Dort hatte ich dann wenigstens eine ambitionierte Gruppe, die auf dem Flachstück zurück nach Trento ordentlich andrückte. Ich hielt mich nobel zurück solange das Tempo hoch genug blieb. Ab der ersten Labe kurz nach Trento wurde es mir dann aber zu langsam und ich spannte mich vorne ein und zog die Gruppe zum Beginn des ersten Anstiegs auf den Monte Bondone. Ab dort fuhr ich mein eigenes Tempo. Während anfangs ein Großteil der Gruppe an mir vorbei fuhr, so holte ich sie der Reihe nach alle wieder ein. Wie eine Maschine fuhr ich mit konstant 305-315 Watt die 1300 Höhenmeter hoch um oben knapp vor der Kuppe zu einer anderen Gruppe aufzuschliessen. In der 15km langen Abfahrt nahm ich einen Teil der Gruppe mit, allerdings zeigte sich in dem kurzen Flachstück vor Cavedine, dass nur einige wenige ambitioniert waren und die meisten in dem darauffolgenden 20km langen Flachstück wohl eher nur im Windschatten nuckeln würden. Also drückte ich bei dem kurzen Anstieg nach Cavedine etwas an (330W) und tatsächlich war die ganze Gruppe weg. Also fuhr ich allein weiter Richtung Ziel. Um nicht zu überdrehen mit geregelten 270W (= Fatmax. D.h. dort verbrennt mein Körper noch maximal Fett. Darüber hinaus sinkt die Fettverbrennung stark ab). Zum zweiten Mal am Fusse des Monte Bondone angekommen, machte sich etwas Motivationslosigkeit breit. Weder vor noch hinter mir waren andere Rennfahrer zu sehen. Ich kam mir vor wie bei einer Trainingsausfahrt (auf einer gut gesicherten Strecke). Das legte sich aber nach wenigen Kilometern im Anstieg, als vorne eine erste Gruppe ins Bild kam. Langsam arbeitete ich mich heran, überholte sie und dann noch ein paar Fahrer und kam schliesslich nach 4h:51min (netto) bzw. 4:55 (brutto) im Ziel an. Immerhin 277W spuckten die Beinchen am Schlussanstieg noch aus. Ergibt insgesamt 290W NP (4,4W/kg) und 4700kJ (entspricht in etwa 5000kcal) über 5h. Neuer Rekord!

Oben wartete schon Teamkollege Daniel, der sich mit einer super Leistung den 10. Platz geholt hatte. Seine Freundin Karin wurde über die kurze Strecke unglaubliche 2.!

Dass ich 22. Gesamt und 4. M40-45 geworden bin, erfuhr ich erst 2h später aus dem Internet. Auch dass ich damit der Beste war, der aus einem der hinteren Startblöcke starten musste.

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Ergebnisliste Zeitfahren
Ergebnisliste Granfondo
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Granfondo auf Strava.com

Kärntner Radmarathon 2014

Kurzbericht: “Stoark!”

Die längere Version:
Cooles Rennen mit perfekter Einteilung und einem starken Finish. Los ging es relativ Verhalten bis zum Beginn der ersten Steigung. Dort wurde gleich unmenschlich Tempo gemacht. Ich fuhr nicht ganz vorne mit, viel auf Platz 30-40 zurück und konzentrierte mich auf mein eigenes Tempo, holte bis zur Mautstation die Spitze aber wieder ein. 350W Schnitt standen nach 20min am Tacho und entsprechend heftig ging es weiter hinauf. Bei der Bergwertung auf der Eisentalerhöhe war ich 10. mit ca. 3 Minuten Rückstand auf eine 5 köpfige Spitzengruppe, aber immerhin um fast 5 Minuten schneller als 2011 bzw. 2012. Bei mir war “Drückerkönig” Helmut Pitzl, ich hatte das “schnelle” Material (Cervelo S3, Zipp 404) montiert und so machten wir in der langen Abfahrt bis nach Radenthein ordentlich Tempo. Hatten bald einmal eine 3er Gruppe vor uns eingeholt und fuhren anschließend zu sechst bis zum Beginn des Schlussanstiegs nach Bad Kleinkirchheim. Helmut legte unten hinein sofort ein hohes Tempo an. Eigentlich zu hoch für mich, ich konnte trotzdem fast mithalten, jedenfalls aber mein hohes Tempo bis hinauf ins Ziel durchziehen. Da das sonst aus der Gruppe keiner konnte ergibt das hinter der Spitzengruppe, die wir nicht mehr einholen konnten, und 20s hinter Helmut, den 7. Gesamtrang bzw. den 2. Rang M40.

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Knapp vor der Bergwertung auf der Eisentalerhöhe (2. Berg): Nach 1h mit 320W noch gut gelaunt. 😉

Vergleich der Zeiten mit den Vorjahren:

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Bericht von 2011
Bericht von 2012